Mittwoch, 5. Dezember 2018

Unser Schweden-Abenteuer Teil 3 (2)



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Auf ein Neues...

Nach diesen traumhaften Tagen der absoluten Ruhe, Idylle, mitten in der Natur, ging es wieder Richtung Zivilisation. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Borlänge wollten wir nach Falun fahren, um dort die Falu Gruva zu besichtigen. 

Auf dem Nordic Camping Mellsta wollten wir zwei Tage bleiben, um die angehäufte Wäsche zu waschen, bevor wir weiter nach Falun und zum Nationalpark Fulufjället, wo wir jeweils nur Stellplätze anfahren wollten, weiterreisen würden. Der Platz ist recht weitläufig und mitten in einem Naherholungsgebiet der Stadt Borlänge liegt. Über einen kleinen Spazierweg kann man direkt an das Ufer des Dalälven. Dort kann man mit einer fiskekort angeln gehen. 
Was uns als Familie extrem entgegenkam war der Waschraum, den man komplett für drei Stunden buchen kann, für einen Preis von 10 Euro. Dort standen zwei Waschmaschinen, zwei Trockner und zwei Trockenschränke. Dadurch konnten wir innerhalb dieser Zeit vier Maschinen laufen lassen und komplett trocknen. Ein Traum nach einer längeren Phase des nass-kühlen Wetters. 
Nach zwei Tagen mussten wir abreisen, da auf dem Platz das jährlich stattfindende große Mopedtreffen Mopedernas Woodstock stattfinden sollte. Viele der Teilnehmer reisten bereits am selben Tag wie wir an, sodass wir einen kleinen Einblick bekamen, was in den nächsten Tagen auf dem Platz abgehen sollte. Rockmusik aus überdimensionalen Wohnmobilen, Mopeds unterschiedlichster Art ratterten im Sekundentakt vorbei und es herrschte Partystimmung. Die Kinder fanden es sehr spannend. Zu unserer Überraschung wurden wir von einem Schweden, der deutsche Wurzeln hat, an unserem letzten Abend mit ihm und seinen Kumpels vor seinem Wohnmobil bei voller Verköstigung mitzufeiern. Da ich das Baby ins Bett bringen musste (draußen war es leider zu spannend zum Schlafen), ging mein Mann mit den Kindern hin, die noch Tage später von den tollen Leuten berichteten, die sich trotz Sprachbarriere toll mit ihnen "unterhielten" und sie mit Limo, Süßigkeiten und Eis versorgten. Mein Mann wurde währenddessen mit unterschiedlichen Bierspezialitäten verköstigt. Ein rundum gelungener Abend! 
Trotzdem waren wir froh abzureisen, bevor das Treffen in vollen Gange war, da tausende von Mopeds doch recht laut sind und nicht unbedingt zu ruhigem  Babyschlaf beitrugen. 

Kurzer Ausflug in die Stadt - Spielplatzpause

Next Station... FALUN 
Wir waren schon in Deutschland total gespannt, wie das berühmte Bergwerk in Falun wohl sein würde. Leider mussten wir zunächst feststellen, dass Kinder bis drei nicht mit unter Tage dürfen, auch nicht in der Trage. Daher haben wir zwei unterschiedliche Tickets gekauft. Eins für meinen Mann und die großen Kinder und eines für mich. Bevor die Führung der dreien losgehen sollte, wollten wir uns über Tage schon mal umsehen. Neben einem Museum gibt es unterschiedliche Gebäude, in denen unterschiedliche Stationen des Kupferabbaus dargestellt wurden und den Besuchern das Leben der Arbeiter früher nahebringen sollte. 
Unser absolutes Highlight war auf jeden Fall das Museum, in dem man viel über die historische Entwicklung der Erzgrube erfuhr, die Kinder viele Dinge wortwörtliche be-greifen durften wie z.B. Ausrüstung der Arbeiter anprobieren, Brettspiel das unter Tage in den Pausen gespielt wurde, etc. 
Jedoch muss ich auch sagen, dass nicht alle Bereiche des Museums für Kinder geeignet sind. Es wird unter anderem ein Video gezeigt, wie früher Amputationen vorgenommen wurden. Diese Station haben wir übergangen, bzw. ich habe mich vor den Bildschirm gestellt, sodass er für die Kinder nicht sichtbar war. 

So ein Helm ist unglaublich schwer...

Die Führung unter Tage fanden sowohl mein Mann als auch die Kinder sehr beeindruckend. Wie immer in Bergwerken, ist es sehr frisch da unten, daher sollte man sich warm einpacken. Ansonsten fand mein Mann es sehr kindgerecht. Die Führungen werden in unterschiedlichen Sprachen angeboten. Sodass man eine wählen kann, die auf deutsch gehalten wird, sodass auch Kinder alles verstehen. 

Nach der Führung haben wir uns noch das umliegende Gelände angeschaut, auf dem man u.a. Mühlen und Station der Kupferverarbeitung anschauen konnte. Am meisten hat unsere Kinder die Hütte beeindruckt, in der Kinder früher das über Tage gebrachte Material sortiert und gewaschen haben. Es war für sie gleichermaßen faszinierend und etwas beängstigend, dass Kinder in ihrem Alter schon arbeiten mussten und der körperlichen Überlegenheit der Erwachsenen (Ohrfeigen, etc.) ausgeliefert waren und von ihren Eltern nicht beschützt wurden. 

Falun

Insgesamt war es wirklich ein schöner Nachmittag, an dem wir vieles über Falun und den Kupferabbau erfahren haben. Die Kinder konnten sich auf dem weitläufigen Geländer auch körperlich austoben, sodass wir zwei hungrige und erschöpfte Kinder problemlos zum Wohnmobil navigieren konnten, in dem es erstmal eine große Portion Spaghetti Tomate gab. 

Nach einem kurzen Einkauf sind wir dann in strömendem Regen Richtung Fulufjället gefahren. Dort angekommen war es nicht nur regnerisch, sondern auch recht frisch. Nachts hatten wir nur 4 Grad plus. Und natürlich war mitten in der Nacht der erste Gasbehälter leer, sodass mein Mann raus musste und bei erfrischenden Temperaturen wechseln musste. Zum Glück hatten wir vorsorglich zwei mitgenommen. Über den Stellplatz, die Wanderung zum Wasserfall und den Nationalpark an sich schreibe ich im nächsten Post. Ich hoffe, ihr wollt weiter mit uns durch Schweden reisen. 

Hälsningar,

Tanja

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