Dienstag, 20. November 2018

Unser Schweden-Abenteuer Teil 2

*Unbezahlte Werbung wegen Markennennung und Verlinkung - Nur aus persönlicher Überzeugung*



Jetzt gehts richtig los... 


Endlich war es soweit. Wir hatten unseren ersten Campingplatz erreicht. Den Campingplatz, der auch bei unserer ersten Schweden-Rundreise unsere erste Station in Schweden war. Damals noch ohne Kinder, aber schwanger mit dem wundervollsten Mädchen der Welt, nur mit Zelt und unserem ersten gemeinsamen Auto, einem kleinen, knubbeligen, blauen Renault Clio. 

Ich kann gar nicht sagen, warum ich diesen Platz so ins Herz geschlossen habe, denn er ist wirklich sehr schlicht und unaufregend. Die Sanitäreinrichtungen, der Küchenbereich, etc. sind okay, sauber, aber nichts besonderes, und es gibt nicht wirklich viel. Ein kleines Geschäft, eine Tischtennisplatte, zwei kleine und ein etwas größerer Spielplatz, und das war es eigentlich auch schon. 
Gleichzeitig liegt der Platz Marias Camping direkt hinter den Dünen, nur wenige Minütchen von der Nordsee entfernt, an einem 12 km langen Sandstrand, der (dagegen stinkt Malle ja sowas von ab) meist ziemlich leer ist. Zumindest unser Fazit nach einmal Haupt- und Nebensaison. 
Der Himmel scheint endlos zu sein, wenn man dort, mit dem Wind, der vom Meer weht, in Gesicht und Haar, mit den Füßen im warmen, feinen Sand steht und all die Gerüche, haptischen und optischen Eindrücke auf sich wirken lässt. 

Wunderschöner Sandstrand so weit das Auge reicht



Es ist irgendwie ein Kleinod. Eine Insel, auf der die Zeit langsamer läuft und man beginnt sich zu fragen, warum man sich vom Alltag manchmal so stressen lässt. Faszinierend zu sehen war, wie sehr auch unsere Kinder sich mit einer Selbstverständlichkeit auf diesem Platz bewegten, mit dem Fahrrad zwischen den Wohnmobilen, Zelten und Wohnanhängern rumkurvten und ungeachtet der Sprachbarriere Freunde fanden, mit denen sie gemeinsam die Gegend erkundeten. 
In solchen Momenten frage ich mich immer, warum in Deutschland selbst auf Campingplätzen oft solch eine Spießigkeit herrschen muss. Kinder sind nicht selten ein Störfaktor. Denn sie benehmen sich wie Kinder. Sie sind laut, sie sind schnell, sie sind nicht immer all der Folgen ihrer Handlungen bewusst und vor allem sind sie impulsiv. Das gehört zum Kind-sein wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Und trotzdem stören sich so viele Menschen genau an diesen Eigenschaften. 


Sonne, Strand und Meer

Auf diesem Platz verbrachten wir vier Nächte, um einfach anzukommen und uns zu akklimatisieren. Uns war es wichtig, den Kindern viel vom Land zu zeigen, ohne die ganze Zeit auf der Straße zu verbringen. Daher genossen wir die Sonne und hörten uns wieder ins Schwedische rein, um dann weiterzufahren. 

*

Bei der nächsten Station ging es jedoch nicht um Urlaub, sondern um rein praktische Gesichtspunkte. Wir wollten uns im größten Supermarkt Schwedens, dem Gekås, das im kleinen Örtchen Ullared liegt, mit ein paar Dingen eindecken, die wir noch brauchten oder uns einfach wünschten.

Da unser Mittlerer während unseres Schwedenaufenthalts seinen fünften Geburtstag feiern würde und wir noch das nötige Party- und Geschenkmaterial brauchten, wollten wir dort auf jeden Fall Halt machen. Außerdem liebe ich den Stil schwedischer Kinderkleidung, sodass ich auch da die Möglichkeit hatte, viele schöne Sachen für einen bezahlbaren Preis zu kaufen. Denn neben der Größe ist vor allem der Preis dort unschlagbar. Und das, ohne dass die Qualität leider muss. Ich bin jedes Mal von neuem begeistert, was es dort alles gibt und dass man dort gut als fünfköpfige Familie einkaufen kann, ohne danach Privatinsolvenz anmelden zu müssen. Mein persönliches Highlight war jedoch der Schuh-Outlet auf dem Gelände, in dem man sehr preisgünstig die hochqualitativen Kinderschuhe von Kavat kaufen kann. Da meine Kinder aber zu dem Zeitpunkt schuhmäßig super versorgt waren und ich aufgehört habe Schuhe im Voraus zu kaufen (noch nie... wirklich nie hat das mit der Größe und der Saison hingehauen), verließ ich den Laden ganz ohne Schuhe. 

Wir haben uns auf den hauseigenen Campingplatz gestellt und dort eine Nacht verbracht. Wenn man die Dimensionen dieses Platzes betrachtet, wird mehr als deutlich, dass es nicht nur für Schweden, sondern auch die in den angrenzenden skandinavischen Ländern lebenden Menschen sehr interessant ist, dort einzukaufen. Aber soviel zum Shopping, denn eigentlich wollten wir möglichst viel vom Land sehen. 

*

Wart ihr schon mal in Schweden unterwegs? Dann wisst ihr bestimmt, dass selbst die Fahrt selbst zum Urlaub werden kann, wenn man an einem der Rastplätze entlang der Bundesstraßen anhält. Wenn nicht, kann ich euch nur ans Herz legen es auszuprobieren. Dieser Erkenntnis nahmen wir schon aus unserem ersten Urlaub in Schweden mit. Meist sind die Raststätten sehr gut ausgestattet. Fast alle haben eine saubere Toilette, schöne Bänke zum Vespern, einen Spielplatz für die Kids und ganz häufig auch einen See, in dem man auch mal eine Runde schwimmen kann. Um euch einen Eindruck zu geben hier ein Foto...


Ist das nicht super??? Ich könnte stundenlang davon schwärmen, aber ich will ja niemanden langweilen. Das eigentlich Ziel unserer Fahrt war nämlich nicht der Rastplatz, sondern ein weiterer Ort, den wir sehr ins Herz geschlossen haben: Borås

Konkret den Zoo in Borås, der uns von unserem Urlaub 2014 so sehr in Erinnerung geblieben ist. Denn neben den (im Verhältnis zu den meisten Zoos, in denen ich bisher war) guten Bedingungen, unter denen die Tiere dort leben, überzeugt vor allem die starke Ausrichtung auf Familien. 



Seit unserem letzten Besuch hat sich dort vieles verändert. Es gibt nun einen großen (riesigen) Spielplatz namens Simbaland, einer von vielen auf dem gesamten Gelände, der einen Wasserspielplatz enthält und (jetzt haltet euch fest) eine Hütte, in der die Familien selbst mitgebrachtes Essen grillen und verspeisen können. Es stehen dort Elektrogrills, auf dem man sich selbst Essen zubereiten kann. Und für alle, die nichts davon wussten, wie wir, ist nebendran eine Grillhütte, wo man sich einfach einen Hotdog oder etwas anderes kaufen kann.

Simbaland

Man sieht, dass beides gut nebeneinander funktionieren kann. Es muss nicht immer eine künstliche Selbstversorger-Wüste hergestellt werden, sodass man gezwungen ist, sich mit Essen und Getränken einzudecken, wie ich es aus Deutschland kenne. Ich werde es wohl nie verstehen, warum bei uns so eine Dienstleistungsverweigerung herrscht. Aber... Wie sagt man so schön: Geld regiert die Welt. 

Wenn wir grad beim Geld sind, möchte ich euch noch auf ein großartiges Angebot aufmerksam machen, dass es in acht Ausführungen gibt. Es gibt acht nach Tieren benannte Pakete, die immer eine Übernachtungsform und eine Eintrittsvariante kombinieren. Wir hatten das Tigerpaket gebucht, das zwei Übernachtungen auf dem Campingplatz (Zelt, Wohnmobil, o.ä.) und zwei Tage Eintritt in den Zoo beinhaltet. Dieses Paket kostet in der Hauptsaison ca. € 120, in der Nebensaison ca. € 100. Für uns hätte allein der Eintritt an einem Tag ca. € 110 gekostet. Hinzu kämen ca. € 60 für zwei Übernachtungen auf dem Campingplatz. Man spart sich also wirklich ziemlich viel Geld, wenn man ein solches Paket bei Einchecken auf dem Campingplatz kauft oder vorab bucht. Die anderen 7 Pakete enthalten eine Übernachtung in einer Stuga mit 4-5 Betten und einen Tag Eintritt in den Zoo. Dabei stehen unterschiedliche Stugas zur Auswahl. 

Der Campingplatz ist überschaubar groß und verfügt über zwei kleine und einen großen Spielplatz, eine Minigolfanlage (kostet ca. 4 Euro/Pers.), eine Spielwiese, auf der Spielzeug für den Sandkasten, Bälle und andere Spielsachen für die Kinder kostenlos bereit liegen. Ein kleiner zentraler Shop bietet alles, was man für einen Kurzaufenthalt braucht. Es gibt zwar einen Fluss mit kleinem See auf dem Campingplatz, aber wir konnten nicht in Erfahrung bringen, ob da wirklich gebadet wird, das es einen Tag schüttete wie aus Eimern und am anderen Tag wir die Sonne genutzt haben, um in den Zoo zu gehen. Auf jeden Fall kann man dort Boote mieten und kleine Fahrten unternehmen. 

So waren die ersten sieben Tage unserer Reise schnell verflogen und wir machen uns auf zur nächsten Station. Einem kleinen See mitten im Wald, abgelegen. Unsere Hoffnungen und unsere Vorfreude waren groß, da wir auf ein paar Pilze nach den vielen Regenfällen und vor allem viel Ruhe hofften. Wo wir genau waren und wie es uns dort gefallen hat, erzähle ich euch in wenigen Tag. Für heute heißt es nur noch: Gute Nacht! Ich freue mich, wenn ihr Spaß beim Lesen hattet. 

Hälsningar

Tanja







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