Freitag, 16. November 2018

Unser Schweden-Abenteuer - Teil 1

Die Reise beginnt (fast nicht)


Wie ich euch ja angekündigt hatte, waren wir in den Sommerferien 5 Wochen in Schweden, da mein Mann seine Elternzeit extra auf diese Monate genommen hat, um uns ein solches Abenteuer zu ermöglichen. Abenteuerlich war unsere Reise jedoch schon vor der Abreise....

Zwei Tage vor der geplanten Abreise, rannte ich, in Vorfreude mit meinem Mann die letzten Details für die Fahrt und das anstehende Packmanöver zu besprechen, ins Büro. Genauer gesagt mit dem kleinen Zeh gegen den Türrahmen des Büros. 
Nuja, das war nicht so optimal, wie sich wenige Sekunden nach dem lauten Knacken, dass selbst mein Mann im Büro gehört hatte, herausstellte. Nach einer dreiviertel Stunde in der Notaufnahme, einer Röntgenaktion und der etwas unverblümten Frage des Arztes: "Steht der Zeh immer so ab?", wusste ich, dass ich mir den Zeh nicht nur gebrochen, sondern "abgebrochen" hatte. Für so eine Aktion reichen nicht mal 1000 Kotz-Smileys. 

Aber ich bin ja hart im Nehmen, also verschoben wir die Abreise lediglich um zwei Tage und hofften, dass ab nun alles gut gehen würde. Am Tag der neu terminierten Abreise haben unsere großen Kinder auf dem Sofa bei Oma rumgelümmelt und sich die Sendung mit der Maus angeschaut, als plötzlich bitterliches Weinen aus dem Wohnzimmer zu hören war. Beim lässigen Gleiten vom Sofa auf den Boden hat sich unser großes Kind den Arm so verdreht, dass auf ihrer Schulter eine dicke Beule zu sehen war. 
Was tut man denn da? Genau, man ruft den Orthopäden an und hofft auf einen schnellen Termin. Eine Randnotiz: Wir waren gerade damit beschäftigt, die letzten Teile ins Wohnmobil zu stopfen, als wir wieder umdisponieren mussten. 
Weiter im Text: Der Orthopäde konnte uns zum Glück noch direkt dazwischen schieben, sodass der Herr Papa mit dem leicht aufgelösten, panischen (der Urlaub könnte ja schon wieder verschoben werden) Kind beim Arzt aufschlug. Weitere Röntgenaktion und Untersuchungen später wussten wir, dass ... um ehrlich zu sein, wussten wir nicht mehr und nicht weniger als vorher. Aufgrund der Wachstumsfugen auf dem Schlüsselbein könne er keinen Bruch ausschließen, aber er sei guter Hoffnung, dass es nicht weiter schlimm sei. Ausgekugelt sei die Schulter aber auf jeden Fall nicht.

Mit diesen Worten in Kopf und Herz brachen wir am frühen Abend aus dem viel zu heißen Deutschland auf. Die Nacht fuhren wir bis 3 Uhr morgens durch, um dann auf einem Parkplatz einer Autobahnraststätte noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Ein Dank an unsere Kinder an dieser Stelle, die erstens die Nacht über super mitgemacht haben und zweitens tatsächlich bis 8 Uhr geschlafen haben, sodass wir wirklich recht erholt waren. 

Was ich beim Reisen mit dem Wohnmobil so liebe ist die Möglichkeit, sich noch im Schlafanzug im warmen und trockenen (es regnete die halbe Nacht und bis zum Vormittag, ein Wunder angesichts der Wetterlage in Deutschland im Sommer 2018) mit Kaffee, Kakao und Frühstück für die Weiterfahrt zu stärken. Außerdem spart man sich die € 5 pro Kaffee (pro Nase) an der Tanke und weitere € 20 für ein Frühstück einer fünfköpfigen Familie. So kostete uns der Aufenthalt für diese Nacht genau 
€ 1,50  für drei Klogänge. 

Unsere Route hatten wir bewusst so gelegt, dass wir automatische Unterbrechungen der Phasen hatten, in denen die Kinder durchgehend angeschnallt rumsitzen mussten. Daher haben wir gleich zwei Fähren genommen. So konnten die Kinder zwischendrin ein bisschen flitzen und ein bisschen Energie abbauen. 


Kleiner Zwischenstopp in Dänemark 

Nach weiteren 12 Stunden standen wir dann, erschöpft, müde, aufgeregt und voller Vorfreude auf das, was uns die nächsten Wochen erwarten wird, auf dem Parkplatz vor unserem ersten Campingplatz, dessen Öffnungszeiten wir knapp um 20 min verpasst hatte. Dafür konnten wir die letzten Strahlen der untergehenden Sonne am 12 km langen Sandstrand in Mellbystrand genießen. 

Die Kinder legten erstmal einen Freudentanz ein

Wie es auf dem ersten Campingplatz war und wohin unsere Reise danach ging, berichte ich euch in wenigen Tagen. 

Habt ihr auch schon eine längere Reise mit euren Kids gemacht? Wenn ja, schreibt mir doch einen Kommentar. Ich würde mich sehr freuen. 

Hälsningar
Tanja

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